Bis ich 10 Jahre alt war, besass mein Grossvater ein Segelschiff mit dem Namen Matahari. Wir fuhren ca. 3-mal im Jahr hin, vor allem zur Sommerzeit, um das Wochenende auf dem Schiff zu verbringen. Dementsprechend schliefen wir zu viert im Bug des Schiffes. Der Innen-raum war eng und roch sehr stark nach Benzin. Ich empfand diesen Geruch immer als sehr angenehm und erinnere mich auch heute noch beim Geruch von Benzin an diesen Innenraum des Schiffes. Zum Eingang dieses Raums fŸhrte eine schmale Treppe hinab. Diese war durch das Wasser vom Baden im See immer nass und rutschig. Neben der Treppe befand sich ein dunkler, unheimlicher Hohlraum in Richtung Bug im warmen Schummerlicht. Links und rechts waren zwei gegenŸberliegende ausklappbare BŠnke, welche tagsŸber als RŸckenlehne der Schlafkojen dienten und unbequem waren. Erst wenn wir sie ausklappten und ich und mein Bruder darauf schlafen konnten, wurden sie angenehm. Der Innenraum war dunkel und eng. Durch den Motor im Innenraum war es aber immer kuschlig warm. Er war aus dunklen, lackier-ten Holzplatten geformt und mach- te diese kleine, gemŸtliche AtmosphŠre. Am Ende des Raums befand sich der Segelmast und dahinter eine kleine TŸr. Diese fŸhrte in den Schlafplatz meiner Eltern ein Doppelbett im Heck des Schiffes. Ich schlich mich manchmal tagsŸber rein, um dann durch das Fenster an der Decke wieder auf Deck zu klettern und meine Eltern zu erschrecken.