Das schwarze Tor mit den handgemalten Zahlen 44 war der Eingang zu unserem Vorgarten an der Motta Strasse. FŸr mich ist es der Ort, an dem sich meine Kindheit und zuhause vereintenÐ warm, sonnig und vertraut. An schwŸlen Sommerabenden leuchteten die EfeublŠtter, die den Garten umrahmten, in einem gelbgrŸnen Schimmer. Die Luft war erfŸllt vom Geruch nach aufgeheiztem Asphalt, manchmal vermischt mit einem Hauch von Grillrauch, der von den Nachbarn herŸberzog. Im Hintergrund waren Kinder zu hšren, die draussen auf der Strasse spielten und herumrannten. Weiter entfernt die Autos und Strassenbahnen, die vorbeifuhren. In der linken Ecke stand ein runder, olivgrŸner Aluminiumtisch, umgeben von orangefarbenen Eames Chair StŸhlen. Sie waren schon etwas ausgeblichen, von der Sonne. Dort habe ich gegessen, gelacht oder Kartenspiele mit meinen Freunden gespielt. Auf der rechten Seite lehnten unsere abgenutzten FahrrŠder an der Hauswand des roten Backsteinhauses. †ber dem Vorgarten befand sich unser KŸchenfenster, aus dem ich gerne herauskletterte oder auf dem Fenstersims sass und in die Strasse blicken konnte. Am Abend Þel warmes Licht aus dem Fenster, wŠhrend der Geruch von frisch zubereitetem Essen den Garten erfŸllte. Der Boden war mit grauen und weissen Kieselsteinen bedeckt, dazwischen wuchs Unkraut. FŸr Aussenstehende war es nur ein kleiner, unscheinbarer Vorgarten. FŸr mich war es der Mittelpunkt einer unbeschwerten Zeit und ein Ort voller Erinnerungen.