Ich erinnere mich noch genau, draussen die feuchte, stickige, unerträgliche Hitze, drinnen der plötzliche Schock der Kälte, als wenn ich gerade einen Kühlschrank betreten hätte. Nach dem Zischen der Tür folgt direkt der unvergessliche Ton Ding Dong. Der Geruch war unverwechselbar. Es war eine Mischung aus frisch aufgebackenen Sandwiches, süssen Slushies und diesem seltsam künstlich- frischen Duft der Klimaanlage. Der Laden war immer hell erleuchtet, ganz gleich, ob draussen die Sonne schien oder ob es bereits Nacht war. Die Regale wirkten auf mich riesig. Überall bunte Verpackungen und Flaschen leuchteten in den Kühlschränken wie kleine Schätze. Es fühlte sich oft an wie ein Spielplatz, in dem es unendlich viel zu entdecken gab. Es war nie ganz leise, das Surren der Kühlschränke, das Piepen an der Kasse, das Rascheln von Plastiktüten, Stimmen und Lachen im Hintergrund. Doch gerade diese Geräusche gaben mir ein Gefühl von Sicherheit. Besonders mochte ich die Eis-Truhe. Wenn ich sie öffnete, stieg ein Nebel aus Kälte auf, als hätte ich für einen Moment ein Tor in eine andere Welt geöffnet. Ich war oft mit meiner Familie dort, am liebsten jedoch mit meinem Bruder, denn er teilte mein Gefühl für diesen Raum. Der 7-Eleven war für mich mehr als nur ein Laden, er war ein vertrauter Ort, auf den ich mich immer verlassen konnte, mitten im Chaos der lauten Strassen.